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Göttinger Waldorfschule unterhält Solidarfonds für Eltern

Thema Schulgeld

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Die Präsentation ihrer selbst hergestellten Cajóns war am Mittwoch für diese Schüler der Freien Waldorfschule die letzte schulische Aktion, bevor es in die Sommerferien ging.
Quelle: R

„Wir machen es anders“ lautet der Slogan der Freien Waldorfschule Göttingen. Den Gedanken von einer elitären Bildungsstätte, die sich nur gut verdienende Familien leisten können, weisen Schulleiter Christoph Hecht und Elternvertreterin Katharina Wyss entschieden zurück.
Lernen in einer Schularchitektur, die auf das Wohlbefinden von Kindern abzielt – das klingt interessant. Für die Eltern von 350 Kindern und Jugendlichen in und um Göttingen ist dieses Angebot so interessant, dass sie ihre Kinder in der Freien Waldorfschule Göttingen am Standort in Weende angemeldet haben, obwohl für den Lernort eine Gebühr fällig wird. In den folgenden Zeilen geht es noch einmal um die Frage, ob private Schulen in Deutschland elitäre Bildungsstätten sind, weil sich nur gut verdienende Eltern einen Schulplatz für ihr Kind leisten könnten. Das Tageblatt hatte das Thema in der Ausgabe vom 26. Juni aufgegriffen.

Solidarfonds für Eltern eingerichtet
Auch die Leitung der Freien Waldorfschule möchte sich zum Thema äußern. Auf die Frage, wie eine Bewerbung von Eltern abläuft, die ihr Kind an der Schule anmelden wollen, erläutert Schulleiter Christoph Hecht: „Zuerst gibt es einen Termin im Schulbüro.“ Hier werde das Thema Schulgeld selbstverständlich angesprochen und darüber eine Vereinbarung getroffen. Die Höhe variiere je nach dem Bruttoeinkommen der Eltern. Außerdem gebe es eine Geschwisterregelung. Das Schulgeld sinke entsprechend der Kinder, die ein Elternpaar beschulen lässt, sagt Hecht.
Durchschnittlich betrage das Schulgeld 220 Euro im Monat, der Mindestbeitrag liegt bei 60 Euro. Für einkommensschwache Eltern sei ein Solidarfonds eingerichtet worden. „Wir haben sogar einen eigenen Verein gegründet, um Eltern zu unterstützen. Auf das Konto dieses Vereins darf übrigens jeder gerne einzahlen“, macht Elternvertreterin Katharina Wyss gleich ein wenig Werbung in eigener Sache.

Bis zu 20 Prozent Gehaltsverzicht bei Pädagogen
Das Land Niedersachsen, hält der Schulleiter fest, gehöre zu den Bundesländern, die in Deutschland die niedrigsten Zuschüsse an freie Schulen zahlen. Zwischen 60 bis 65 Prozent der für den Betrieb der Waldorfschule anfallenden Kosten würden über staatliche Gelder gedeckt. Trotz des Schulgeldes der Eltern sei der Schulbetrieb nur möglich, „weil die Kollegen, verglichen mit dem Gehalt von Lehrern an staatlichen Schulen, auf Geld verzichten“. Auf wie viel? „Bis zu 20 Prozent“, sagt Hecht.
„Jede Waldorfschule“, betont Wyss, „ist von Eltern gegründet worden.“ Die Mutter von zwei Töchtern sagt, dass die vom anthroposophischen Menschenbild geprägten Waldorfschulen sich der Frage stellen, was die junge Generation angesichts der gesellschaftlichen Probleme in der Welt, wie etwa dem Klimawandel, braucht, um Antworten zu finden, um darauf vorbereitet zu werden. Waldorf sei wie ein Netzwerk, wie ein „warmer Bienenstock“, in dem versucht werde, „einer gewissen gesellschaftlichen Kälte“ ein Miteinander entgegenzusetzen. „Wir versuchen, es anders zu machen. Aber wir sind nicht elitär“, betont Wyss.

Rückkehr des Sachkostenzuschusses wäre hilfreich
Ein ganzes Schülerleben bleiben die Mädchen und Jungen in der Waldorfschule zusammen, das heißt von der 1. bis zur 13. Klasse. Alle staatlichen Schulabschlüsse sind möglich.

Übrigens: Die Freie Waldorfschule Göttingen besteht seit 40 Jahren. Zum runden Geburtstag ist am 21. September ein Festakt vorgesehen. Welchen Wunsch hat der Schulleiter für die Zukunft? „Wenn ich einen frei hätte, dann die 100-prozentige Finanzierung durch das Land. Dann bräuchten wir kein Schulgeld erheben. Wenn die Stadt Göttingen den vor 15 Jahren gestrichenen Sachkostenzuschuss wieder gewähren würde, wäre das auch schon sehr hilfreich.“

Von Ulrich Meinhard

Göttinger Waldorfschule unterhält Solidarfonds für ElternGöttinger Waldorfschule unterhält Solidarfonds für Eltern

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Die Präsentation ihrer selbst hergestellten Cajóns war am Mittwoch für diese Schüler der Freien Waldorfschule die letzte schulische Aktion, bevor es in die Sommerferien ging.
Quelle: R

„Wir machen es anders“ lautet der Slogan der Freien Waldorfschule Göttingen. Den Gedanken von einer elitären Bildungsstätte, die sich nur gut verdienende Familien leisten können, weisen Schulleiter Christoph Hecht und Elternvertreterin Katharina Wyss entschieden zurück.
Lernen in einer Schularchitektur, die auf das Wohlbefinden von Kindern abzielt – das klingt interessant. Für die Eltern von 350 Kindern und Jugendlichen in und um Göttingen ist dieses Angebot so interessant, dass sie ihre Kinder in der Freien Waldorfschule Göttingen am Standort in Weende angemeldet haben, obwohl für den Lernort eine Gebühr fällig wird. In den folgenden Zeilen geht es noch einmal um die Frage, ob private Schulen in Deutschland elitäre Bildungsstätten sind, weil sich nur gut verdienende Eltern einen Schulplatz für ihr Kind leisten könnten. Das Tageblatt hatte das Thema in der Ausgabe vom 26. Juni aufgegriffen.

Solidarfonds für Eltern eingerichtet
Auch die Leitung der Freien Waldorfschule möchte sich zum Thema äußern. Auf die Frage, wie eine Bewerbung von Eltern abläuft, die ihr Kind an der Schule anmelden wollen, erläutert Schulleiter Christoph Hecht: „Zuerst gibt es einen Termin im Schulbüro.“ Hier werde das Thema Schulgeld selbstverständlich angesprochen und darüber eine Vereinbarung getroffen. Die Höhe variiere je nach dem Bruttoeinkommen der Eltern. Außerdem gebe es eine Geschwisterregelung. Das Schulgeld sinke entsprechend der Kinder, die ein Elternpaar beschulen lässt, sagt Hecht.
Durchschnittlich betrage das Schulgeld 220 Euro im Monat, der Mindestbeitrag liegt bei 60 Euro. Für einkommensschwache Eltern sei ein Solidarfonds eingerichtet worden. „Wir haben sogar einen eigenen Verein gegründet, um Eltern zu unterstützen. Auf das Konto dieses Vereins darf übrigens jeder gerne einzahlen“, macht Elternvertreterin Katharina Wyss gleich ein wenig Werbung in eigener Sache.

Bis zu 20 Prozent Gehaltsverzicht bei Pädagogen
Das Land Niedersachsen, hält der Schulleiter fest, gehöre zu den Bundesländern, die in Deutschland die niedrigsten Zuschüsse an freie Schulen zahlen. Zwischen 60 bis 65 Prozent der für den Betrieb der Waldorfschule anfallenden Kosten würden über staatliche Gelder gedeckt. Trotz des Schulgeldes der Eltern sei der Schulbetrieb nur möglich, „weil die Kollegen, verglichen mit dem Gehalt von Lehrern an staatlichen Schulen, auf Geld verzichten“. Auf wie viel? „Bis zu 20 Prozent“, sagt Hecht.
„Jede Waldorfschule“, betont Wyss, „ist von Eltern gegründet worden.“ Die Mutter von zwei Töchtern sagt, dass die vom anthroposophischen Menschenbild geprägten Waldorfschulen sich der Frage stellen, was die junge Generation angesichts der gesellschaftlichen Probleme in der Welt, wie etwa dem Klimawandel, braucht, um Antworten zu finden, um darauf vorbereitet zu werden. Waldorf sei wie ein Netzwerk, wie ein „warmer Bienenstock“, in dem versucht werde, „einer gewissen gesellschaftlichen Kälte“ ein Miteinander entgegenzusetzen. „Wir versuchen, es anders zu machen. Aber wir sind nicht elitär“, betont Wyss.

Rückkehr des Sachkostenzuschusses wäre hilfreich
Ein ganzes Schülerleben bleiben die Mädchen und Jungen in der Waldorfschule zusammen, das heißt von der 1. bis zur 13. Klasse. Alle staatlichen Schulabschlüsse sind möglich.

Übrigens: Die Freie Waldorfschule Göttingen besteht seit 40 Jahren. Zum runden Geburtstag ist am 21. September ein Festakt vorgesehen. Welchen Wunsch hat der Schulleiter für die Zukunft? „Wenn ich einen frei hätte, dann die 100-prozentige Finanzierung durch das Land. Dann bräuchten wir kein Schulgeld erheben. Wenn die Stadt Göttingen den vor 15 Jahren gestrichenen Sachkostenzuschuss wieder gewähren würde, wäre das auch schon sehr hilfreich.“

Von Ulrich Meinhard

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Abiball der Freien Waldorfschule Göttingen

Im Südflügel der Schule fand am Sonnabendabend - 29. Juni 2019 - die Feier der Abiturienten der Freien Waldorfschule Göttingen statt. Außen war ein Transparent zu lesen, das darüber informierte: „Die Schule ist gekapert – die wilde 13“. Die Abiturienten dankten ihren Lehrkräften.

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Fotos von Peter Heller

 

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Deutsche Volleyball-Meisterschaft der Waldorfschulen in GöttingenDeutsche Volleyball-Meisterschaft der Waldorfschulen in Göttingen

Deutsche Volleyball-Meisterschaft der Waldorfschulen in Göttingen

Artikel vom 03.04.2019 - von Stefan Kirchhoff

Göttingen Platz 7 für Heimteam

Deutsche Volleyball-Meisterschaft der Waldorfschulen in Göttingen
22 Teams mit Aktiven aus 14 Lehranstalten haben an der Deutschen Volleyballmeisterschaft der Waldorfschulen in Göttingen teilgenommen. Champion wurde die Mannschaft aus Prien (Chiemsee).

Eine von drei heimischen Vertretungen der Waldorfschule Göttingen belegte Platz sieben – eine Steigerung gegenüber vorherigen Turnieren.
Und die fiel deutlich aus, teilte der Organisator, Sportlehrer André Regenthal, mit. „Die Mannschaft Göttingen II erreichte den siebten Platz; in den vergangenen Jahren den 13. (2017 in Prien mit 21 Teams) und den elften (2018 mit 20 Teams in Flensburg).“
Weendes Ortsbürgermeister Hans-Albert Ludolph eröffnete das Turnier
Die Veranstaltung von Freitag, 29., bis Sonntag, 31. März wurde von Weendes Ortsbürgermeister Hans-Albert Ludolph und vom Vorsitzender des städtischen Sportausschusses Thomas Häntsch sowie von Vertretern der Schule und von einer Schülerin eröffnet worden. Die „3-Eck Schul-Sporthalle Weende-Turnhalle-Hainbundschule“ sei optimal für die Ausrichtung der Meisterschaft mit mehr als 200 Schülern gewesen. „Die Wege zueinander waren sehr kurz.“
Nach Vor- und Hauptrunde, Halbfinals und Endspiel durften die Sportler des Team Prien I den von einem Schüler aus der 12. Klasse angefertigten Pokal aus einem 600 Jahre alten Holzstück mit nach Hause nehmen.
Traditionsgemäß“ ist „ein eigens für dieses Turnier gestaltetes Trikot“ gestaltet worden, so Regenthal. „Diese Shirts sind fair gehandelt, eignen sich sehr gut für den Sport und sind aus 30 Prozent Bio-Baumwolle und 70 Prozent Viskose hergestellt. Die Viskose hierfür wird aus Bambus gewonnen. Somit ist eine vollständige Nachhaltigkeit garantiert.“ Die Lotto-Sport-Stiftung habe das Turnier finanziell gefördert.

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Waldorf-VolleyballmeisterschaftWaldorf-Volleyballmeisterschaft

Waldorf-Volleyballmeisterschaft

Artikel vom 27.03.2019 - von Tobias Urban

In Göttingen wird von Freitag, 29. März, bis Sonntag, 31. März, die 23. Deutsche Volleyballmeisterschaft der Waldorfschulen ausgetragen. Insgesamt haben sich für das Turnier 14 Schulen angemeldet. Die Freie Waldorfschule Göttingen tritt mit 22 Teams an.
Am Freitag, 29. März, beginnt in Göttingen die 23. Deutsche Waldorf-Volleyballmeisterschaft. Das Finale findet am Sonntag statt. Gespielt wird auf drei Feldern in der Sporthalle Weende am James-Franck Ring 1b und auf einem Feld in der Turnhalle der Hainbundschule an der Ernst-Fahlbusch-Straße 22. In diesem Jahr haben sich insgesamt 14 Schulen für das Turnier angemeldet. Die Freie Waldorfschule Göttingen wird mit 22 Teams vertreten sein, davon sind fünf reine Mädchenmannschaften.
Die ersten Spiele werden am Freitag um 16.30 Uhr angepfiffen. Am Sonnabend geht es schon um 8 Uhr los und um 9.30 Uhr wird das Turnier vom Ortsbürgermeister Hans-Albert Ludolph sowie vom Vorsitzenden des städtischen Sportausschusses, Dr. Thomas Häntsch, und einem Vertreter der Schule offiziell eröffnet. Am Sonntag wird die Finalrunde gespielt. Das Endspiel ist für 14.30 Uhr geplant und die Siegerehrung für 15.30 Uhr. Anschließend reisen die Schüler wieder ab.
Jedes Team wird mindestens acht Spiele haben. Die Schiedsrichter werden aus den gerade spielfreien Mannschaften oder von den Lehrern gestellt. Die Netzhöhe liegt für reine Jungs- und gemischte Teams bei 2,35 Metern und für reine Mädchenteams bei 2,24 Metern. Begonnen wird jeder Satz mit fünf Punkten für jedes Team, allerdings wird mit einem sogenannten Mädchenbonus gespielt. Wenn also ein Team aus Jungen und Mädchen gegen eine reine Jungenmannschaft antritt, so bekommt das gemischte Team pro Mädchen zwei Punkte Vorsprung, allerdings nicht mehr als maximal vier Punkte. Demnach wäre der Stand zu Spielbeginn fünf zu neun, wenn ein Team aus sechs Jungs gegen ein gemischtes aus drei Jungs und drei Mädchen antritt.
Auch dieses Jahr gibt es für die Teilnehmer wieder ein eigens gestaltetes Turnier-Trikot aus fair gehandelten und nachhaltigen Stoffen. Unterstützt wird das Turnier von Naturkost Elkershausen und dem Verein Tuspo Weende mit Obstspenden, beziehungsweise Beratung. Finanzielle Förderung kam von der Lotto-Sport-Stiftung.

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GT: GT:

GT: "Kunst ist die bessere Pädagogik"

GT - 18.03.2019

Ein umfangreiches Portfolio verschiedener musikalischer und tänzerischer Darbietungen zeigte am Sonnabend die Schulgemeinschaft der Göttinger Waldorfschule.

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Fotos von Niklas Richter

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Gala zum 40-jährigen BestehenGala zum 40-jährigen Bestehen

Gala zum 40-jährigen Bestehen

Ein umfangreiches Portfolio verschiedener musikalischer und tänzerischer Darbietungen zeigte am Sonnabend die Schulgemeinschaft der Göttinger Waldorfschule.

Aus dem GT vom 17.03.2019

→ hier der Link zur Seite

Einblicke in das Schulleben hat am Sonnabend die Freie Waldorfschule Göttingen unter dem Motto "Kunst ist die bessere Pädagogik" gegeben. Die Schule feierte ihr eigenes 40-jähriges Bestehen.
"Keine dieser Szenen und Aufführungen wurden speziell für die Gala entwickelt, sondern sind Teil des regulären Unterrichts", erklärt Katharina Wyss, deren Kinder auf die Freie Waldorfschule Göttingen gehen und die bei der Organisation der Gala unterstützte. Schüler aus den Jahrgängen drei bis zwölf präsentierten im Festsaal der Schule unter dem Motto "Kunst die bessere Pädagogik" die sogenannten Best-Of-Szenen aus Schüleraufführungen und Darbietungen aus dem Unterricht. Neben dem 40-jährigen Bestehen der Göttinger Waldorfschule wurde an dem Abend auch das 100-jährige Jubiläum des Konzepts Waldorf allgemein gefeiert.

Eurythmie als roter Faden

zusammengehalten wurde die Gala durch Elemente aus der Eurythmie, einer Bewegungskunst, die mit ausdrucksstarken Bewegungen Teil der Darstellenden Kunst ist und für Bühneninszenierungen genutzt wird. Mit oftmals weiten und farbenfrohen Gewändern bekleidet, zeigten die verschiedenen Jahrgangsstufen ihr Können. Während der Lehrer Rafael Yaari bei der expressionistischen Darstellung des Gedichts "Pulver" den Siebtklässlern die Bewegungen noch vormachen muss, sticht die zwölfte Klasse mit sichereren und präzisen Bewegungen hervor.
"Pulver" wurde nach Angaben Yaaris von einem Siebtklässler geschrieben und handelt von der Erfindung des Schwarzpulvers.

Preisgekröntes Video

Unter der Leitung von Lehrer Hecht nahm der Musikkurs der Klasse 12G an dem internationalen Wettbewerb "Agon Armonias" teil und konnte den ersten Platz für sich beanspruchen. Der Wettbewerb dient der Förderung der altgriechischen Sprache, der klassischen Philosophie durch Dichtkunst und der Komposition. Die Schüler hatten die Aufgabe, einen Spruch oder eine Strophe eines altgriechischen Philosophen oder Dichters auszuwählen und unter Einbindung dieses Textauszugs ein Video zu drehen, dass diesen musikalisch und poetisch interpretiert. Die Wahl der Schüler fiel auf das Zitat von Euripides (480 - 407 v. Chr.): "Mit Schweigen ist im Unglück nichts getan". Eindringlich wirken die Szenen des Films, in denen die Schüler unverwandt den Betrachter fokussieren.

Begleitet von Musiklehrer Hecht brachte die zehnte Klasse ihre Interpretation von "Bohemian Rhapsody" von Queen auf die Bühne. Die fünfte Klasse präsentierte unter Leitung von Heleen Fermon das französische Lied "La route des Brujeres". Bereits von der ersten Klasse an bekommen die Schüler an Waldorfschulen Sprachunterricht.
Das Stück "Planeten Musiken" von dem 14-jährigen Komponisten Frederik Palupski kam am Abend der Gala zu seiner Uraufführung. Mit einem jahrgangsübergreifenden Projekt stellten die Klassen sieben bis elf die verschiedenen Planeten dabei eurythmisch unter der Leitung von Yaari dar.
Der Stummfilmmusiker Wolfgang Zettl begleitete musikalisch die eurythmische Darbietung von Joseph Beuys "Anleitung zum guten Leben" ebenfalls unter der Leitung Yaaris. "Waldorfschulen wissen um die Wirkung von Kunst. Durch alle Fächer hindurch zieht sie sich, denn Kunst ist die bessere Pädagogik" erklärt Yaari. Eurythmie sei die Kunst, Musik und Sprache sichtbar zu machen.
Von Lisa Hausmann

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Gala mit Musik, Eurythmie, Poesie und Kunst

40 Jahre Waldorfschule in Göttingen

Artikel von Nadine Eckermann im GT vom 13. März 2019

Göttingen. Seit 100 Jahren gibt es die Waldorfpädagogik , vor 40 Jahren wurde die Waldorfschule, die sich heute in Göttingen befindet, gegründet. Den doppelten Jahrestag nimmt die Schule zum Anlass für eine Gala am Sonnabend, 16. März.
,,Kunst ist die bessere Pädagogik": Unter diesem Motto soll die Jubiläumsgala stehen, teilt die Schule mit. Wortstarke Bilder durch bewegte Kunst sollen zu sehen sein - aufgeführt von Schülern mit Musik, Eurythmie, Poesie und Kunst.

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Schachturnier für Göttinger SchülerSchachturnier für Göttinger Schüler

Schachturnier für Göttinger Schüler

64 Schülerinnen und Schüler aus sieben verschiedenen Göttinger Schulen sind zu einem Schachturnier in der Waldorfschule zusammengekommen. Die Sieger ziehen in die nächste Runde auf Bezirksebene ein.

Jedes Team bestand aus vier Spielern, nach Spielstärke gemeldet an Brett eins bis vier. „Es ist eine Freude, zu sehen, mit welcher Begeisterung die Kinder bei der Sache sind“, sagte Nico Cohrs, Mathematik- und Physiklehrer sowie Leiter der Schach-AG an der Freien Waldorfschule.

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Waldorfschüler laufen nach KasselWaldorfschüler laufen nach Kassel

Waldorfschüler laufen nach Kassel

Bundesweiter Spendenlauf zum 100-jährigen Waldorfjubiläum. Göttinger Schüler bringen den Staffelstab nach Kassel.

GT | 21.10.2018

Einen bundesweiten Spendenlauf gibt es am Montag, 22. Oktober, anlässlich des 100-jährigen Waldorfjubiläums einen bundesweiten Spendenlauf. Auch die Schüler der Göttinger Waldorfschule beteiligen sich an dem Lauf.

Sie bringen nach Angaben der Organisatoren den Staffelstab, der durch ganz Deutschland wandert zur Waldorfschule nach Kassel. Sie legen dabei eine Strecke von etwa 65 Kilometern zurück. Gleichzeitig ist es auch der WOW-Day, Spendenaktionstag zugunsten von bedürftigen Schulen und Kindergärten weltweit. Insgesamt beteiligen sich 244 Schulen an dem Spendenlauf. Mit der Aktion soll Zeichen der Solidarität gesetzt werden, und waldorfpädagogische Bildungsprojekte weltweit gesetzt werden. „Unsere Schüler freuen sich auf den gemeinsam Staffellauf und die sportliche Herausforderung, um viele Spenden für Waldorfschüler in den ärmeren Teilen der Welt zu sammeln“, sagt André Regenthal von der Waldorfschule Göttingen.

Von Vera Wölk

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Händels Messiah mit afrikanischen Elementen

Einen kulturübergreifenden Konzertleckerbissen bekamen am Sonnabend rund 450 Besucher bei der Aufführung des Oratoriums „Messiasasambura“ in der Freien Waldorfschule (FWS) in Göttingen geboten. Komponist Maximilian Guth kombinierte dafür Auszüge aus Händels Messiahs mit afrikanischen Elementen.

Aufführung des Oratoriums "MessiaSASAmbura" von Maximilian Guth in der Freien Waldorfschule Göttingen Quelle: Rüdiger Franke

„Ich war fünfmal in Tansania“, erzählte Guth. Einmal habe ihn auch das Asambura-Ensemble begleitet, das bei der Aufführung in der Waldorfschule gemeinsam mit der Camerata Medica Göttingen spielte. Die Massai gaben ihnen dabei Tipps zur richtigen Umsetzung der Klänge. Mit der Verknüpfung der afrikanischen Musik mit dem Händel-Oratorium stellte sich Guth einer großen Herausforderung. Dabei sei die Wahl ganz bewusst auf Händel gefallen. Dessen Werk sei – im Gegensatz zum Bach-Oratorium – vor allem wegen des starken Grooves interessant. Er möge die Motorik und die starken Rhythmen, welche sogar eher Tanzrhythmen seien. Und es gebe auch in der Instrumentalisierung Überschneidungen, auch wenn die Instrumente durchaus unterschiedlich seien.

Aufführung des Oratoriums „MessiaSASAmbura“ von Maximilian Guth in der Freien Waldorfschule Göttingen in Zusammenarbeit vom PetriChor-Weende mit der Freien Waldorfschule (FWS) Göttingen, dem Asambura-Ensemble, der Camerata Medica Göttingen und dem EuryArt Ensemble Kassel .

Scheuklappen ablegen
„Für mich ist es in der Musik ganz zentral, auch nach links und rechts zu schauen und die Scheuklappen abzulegen“, erklärte der Komponist seine Intention. Das gelte aber auch für das Leben. Gerade in der heutigen Zeit mit zum Beispiel der Flüchtlingsthematik sei es immens wichtig, sich zu öffnen. Und so stehen ganz am Ende der tansanische Gesang, der Muezzin und die Glocke. „Das ist eine bewusste Öffnung“, sagte Guth. Von der Komposition begeistert ist auch Martin Kohlmann, Dirigent und künstlerischer Leiter des PetriChors Weende: „Sie trifft das Herz der Zeit. Alte Musik in einen politisch aktuellen Zusammenhang gesetzt.“

Freier Mittwoch als Belohnung
Guth sei ein ehemalige Kommilitone in Hannover gewesen. Ihm sei es gelungen, original Händel-Elemente mit avantgardistischen Elementen zu verbinden, wobei auch in den modernen Teilen Händel immer wieder durchblitze. Für den Chor sei es ein gewisser Aufwand gewesen, das Stück zu proben. „Wir hatten aber das Glück, dass wir den Händel schon aufgeführt hatten.“ Deshalb seien sechs Stücke fertig gewesen. Insgesamt dauerten die Proben ein halbes Jahr. Zum Ende habe er den Chor durchaus stärker beansprucht. „Deshalb bekommen die Sänger am Mittwoch erstmal frei“, versprach er.
Schüler einbinden
Nicht ganz einfach sei es gewesen, einen geeigneten Auftrittsort zu finden, berichtete Kohlmann. „Die Kirchen, die wir anvisiert hatten, waren zu klein.“ Deshalb habe man sich für die Waldorfschule entschieden. Dadurch habe sich dann die Idee ergeben, die Schule in die Aufführung einzubinden. 50 Schüler der sechsten, achten, zehnten und elften Klasse visualisierten die Musik mit eurythmischen Tanzbewegungen, gemeinsam mit Mitgliedern des Tanzensembles EuryArt und Laientänzern.

Freiwillige Teilnahme
„Die Voraussetzung für die Teilnahme am Projekt basierte auf Freiwilligkeit“, erklärte Rafael Yaari, Eurythmie-Lehrer an der FWS. Er habe das Projekt im Unterricht vorgestellt. Am Ende meldeten sich zwei Drittel in den jeweiligen Klassen, um teilzunehmen. Es sei eine gute Vorbereitung für den Abschluss in der zwölften Klasse, sagte er. Er sei begeistert, dass so viele Schüler die Herausforderung annahmen, etwas Neues für sich zu erschließen. Neu sei zum Beispiel gewesen, dass erst einmal nach den richtigen Bewegungen geforscht werden musste. Es habe in der Eurythmie keine Bewegungen für die afrikanischen Rhythmen gegeben.

Zweite Aufführung am Sonntag
Das Stück wird am Sonntag, 6. Mai, um 18 Uhr noch einmal in der Aula der Freien Waldorfschule Göttingen-Weende im Arbeksweg aufgeführt. Für die Aufführung sind noch Karten an der Abendkasse erhältlich. Komponist Maximilian Guth empfiehlt Interessenten aber, frühzeitig zu kommen, da die Schlange am Sonnabend bereits sehr lang gewesen sei.

Von Rüdiger Franke
06.05.2018

Hier finden Sie den Artikel online im GT

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Lieder der Hoffnung aus KapstadtLieder der Hoffnung aus Kapstadt

Lieder der Hoffnung aus Kapstadt

„Vulingoma” bedeutet „ein neues Lied anstimmen”. Und diese jugendlichen Musiker singen Lieder, die sie auch für ihr eigenes – neues – Leben anstimmen. An diesem Dienstag tritt die Gruppe Vulingoma aus Kappstadt in der Waldorfschule Göttingen auf.
Die Mitglieder sind nach Angaben der Schule „verarmte, verwaiste, missbrauchte und vernachlässigte“ Kinder und Jugendliche aus den Armenvierteln der südafrikanischen Stadt Kapstadt, die jetzt im Kinderdorf Vulamasango (Offene Tore) leben. Das Entwicklungsprojekt „gibt ihnen wieder Hoffnung und ein Ort der Zuflucht“.
Ihre alten und neuen Erfahrungen prägten auch ihre Lieder: Lieder voller „Freude, Hoffnung und tiefsten Emotionen“. Seit 2006 treten mehrere der Kinder und Jugendlichen alle zwei Jahre europaweit in der Formation Vulingoma auf – singend, tanzend und trommelnd.
Das Konzert beginnt am Dienstag, 17. April, um 19.30 Uhr in der Freien Waldorfschule, Arbecksweg 1 in Weende. Der Eintritt ist frei.

Von Ulrich Schubert
16.04.2018

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Podiumsgespräch über JudasPodiumsgespräch über Judas

Podiumsgespräch über Judas

Artikel veröffentlicht: Donnerstag, 01.03.2018 11:31 Uhr
Foto: Jan Reinartz als Judas in einer Aufführung in der Johanniskirche Göttingen.
Quelle: Dorothea Heise

Das Theaterstück Judas von Lot Vekemans ist Thema eines Podiumsgesprächs in der Freien Waldorfschule am Sonntag, 11. März. In der Reihe „Matinée am Vormittag“ sprechen ab 11.30 Uhr Schauspieler Jan Reinartz, Dramaturg Christian Vilmar und die Pastoren Sabine Krüger und Wolfgang Paterok über das Stück.
Göttingen. Das Junge Theater zeigt den Judas in der Inszenierung von Sebastian Sommer in der Göttinger St.Johanniskirche. Die Moderation des Podiumsgesprächs übernimmt der ehemalige Lehrer der Waldorfschule Hartmut Heidlberg.
Seit fast 2000 Jahren gilt Judas als Urvater aller Verräter, er ist verkannt und verbannt. Vekemans lässt ihn nun in ihrem Stück auftreten und Gehör verlangen. Sie lässt Judas, in der JT-Fassung von Jan Reinartz gespielt, auf die Dualität in der Welt hinweisen und öffnet den Blick auf Grundsätzliches.
Im Anschluss an das Gespräch gibt es um 15 Uhr in der St. Johanniskirche eine Judas-Vorstellung mit einem Nachgespräch. Karten dafür können vorab unter Telefon 0551 /495015 oder per Mail unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! reserviert werden.

Von Christiane Böhm

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