Waldorf-Gala

Samstag | 16. März 2019 | 19 Uhr | Festsaal

Mit der Waldorf-Gala am Samstag, den 16. März 2019 um 19 Uhr, präsentiert sich die Waldorfschule Göttingen zum 40. Jubiläum mit dem Motto

Kunst ist die bessere Pädagogik

Gleichzeitig werden 100 Jahre Waldorf weltweit gefeiert. Was die Gala zeigt, sind wortstarke Bilder durch bewegte Kunst.

Nach einem „Best-Of“-Programm mit Szenen aus Schüleraufführungen sowie weiteren eindrucksvollen Darbietungen aus dem Unterricht wird es die Uraufführung des Werkes „Planeten Musiken“ des 14jährigen Komponisten Frederik Palupski geben. Er ist ein hochbegabter Schüler aus Kassel und wird bei der Aufführung dabei sein. Der Komponist Wolfgang Zettl ist ebenfalls mit einer Uraufführung dabei. Mit seiner Klavier-Improvisation frei nach Joseph Beuys’ „Anleitung für ein gutes Leben“ lädt er ein, sich darauf zu besinnen, was im Leben wirklich wichtig ist. Beuys inspiriert dabei auch, ein Freund von Freiheit und auch Unsicherheit zu werden. „Schaukle so hoch Du kannst bei Mondlicht, pflege verschiedene Stimmungen. Verweigere Dich verantwortlich zu sein, tu es aus Liebe.“

„Waldorfschulen wissen um die Wirkung von Kunst. Durch alle Fächer hindurch zieht sie sich, denn Kunst ist die bessere Pädagogik.“, sagt Rafael Yaari, Eurythmie-Lehrer und Programmgestalter der Gala. Eurythmie wird wie ein roter Faden durch den Gala-Abend führen. Es ist eine einzigartige Bewegungsform, die an allen Waldorfschulen als Unterrichtsfach von der 1. bis zur 12. Klasse gelehrt wird, die Musik und Sprache sichtbar macht.

Das Publikum wird ebenfalls eingeladen mitzurätseln, angeregt durch Friedrich Schiller, „denn mit Fragen wecken wir Interesse in der Welt“. Wer mit Fragen durch die Welt geht, findet immer einen Weg. Das ist auch wieder ein wichtiger Bezug zur Waldorfpädagogik. Durch Fragen wird auch die Urteilsbildung in der Oberstufe maßgeblich mit geprägt.

Das Gedicht „Pulver“ des ehemaligen Schülers Jacob Schilli, geschrieben in der 7. Klasse, wird ebenso vorgetragen und aufgeführt. Es ist während der Unterrichtsepoche über Erfinder und Entdecker weltweit entstanden. Auf künstlerische Weise werden hier auch naturwissenschaftliche Themen behandelt. Das Gedicht aus der Epoche wurde in den Eurythmieunterricht mitgenommen und dort in Bewegung umgesetzt und sichtbar gemacht. So bleibt es ein Erlebnis und ist weit mehr als nur Information.

Die Gala wird mitgestaltet vom Schulorchester und dem Mittelstufenchor. Der Abend ist auch eine gute Gelegenheit, die Vielfalt der Waldorfpädagogik kennenzulernen. Kulinarisch können sich die Gäste in der Pause am Buffet stärken.

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