MessiaSASAmbura - interkulturelles Oratorium

Samstag | 05. Mai 2018 | 18 Uhr | Saal
Sonntag | 06. Mai 2018 | 18 Uhr | Saal

Unter der künstlerischen Leitung von Martin Kohlmann wird das interkulturelle Oratorium MessiaSASAmbura des jungen und mehrfach mit Preisen ausgezeichneten Komponisten Maximilian Guth (Berlin/Hannover) in einer Kooperation mit dem PetriChor-Weende, dem Asambura-Ensemble, Mitgliedern der Camerata Medica Göttingen und dem Eurythmie-Ensemble EuryArt aufgeführt.
MessiaSASAmbura ist eine kompositorische Neuinterpretation eines der berühmtesten Werke des europäischen Hochbarock, des Messiah von Georg Friedrich Händel. Die Komposition von Maximilian Guth führt Händels Auseinandersetzung mit den theologischen und biographischen Aspekten der Messiasfigur in einer modernen Klangsprache, die Elemente afrikanischer Musikkulturen und avantgardistische Kompositionstechniken nutzt, weiter.
Der Titel MessiaSASAmbura setzt sich aus den beiden zentralen Begriffen Messias und Asambura zusammen. Das dadurch neu entstehende Wort SASA bedeutet auf Swahili „jetzt".
Das Asambura-Ensemble setzt sich aus jungen MusikerInnen unterschiedlicher Kulturen zusammen und verdankt seinen Namen einem Wortspiel mit den Buchstaben „Usambara" - der Bezeichnung für das größte Gebirge Tanzanias. Mit einem Instrumentarium, das einerseits typisch barocke Instrumente enthält, andererseits aber durch exotische Instrumenten wie die afrikanische Djembe, die iranische Santur oder die arabische Oud erweitert ist, kreiert das Ensemble neue Klänge, um die Symbiose von barocker und afrikanischer Musik verwirklichen zu können. Das Asambura-Ensemble wird für unser Konzert durch Mitglieder der Camerata Medica Göttingen erweitert.
Zahlreiche Teile des Messiah von Händel sind von barocken Tanzmustern inspiriert und bilden so spannungsreiche Analogien zu rhythmischen Strukturen der afrikanischen Musik. Das von Rafael Yaari einstudierte Eurythmie-Ensemble EuryArt besteht u.a. aus SchülerInnen der Freien Waldorfschule Göttingen und wird Teile des Oratoriums durch eine Tanzchoreografie szenisch darstellen. Die musikalische und szenische Verarbeitung unterschiedlicher Musikstile wird als Chance für einen Dialog der Kulturen begriffen. Zu der Tendenz, Ungewohntes vielerorts als Bedrohung wahrzunehmen, bildet das Oratorium bewusst einen anspruchsvollen und spannenden Gegenpol und ruft zur interreligiösen Verständigung und zum Frieden in Zeiten einer zunehmenden weltweiten politischen Radikalisierung und nicht endenden Flüchtlingsströmen auf. Die Aufführungen dauern jeweils 90 Minuten.

Artikel im GT
Ankündigung
Oratorium in der Freien Waldorfschule

Vorblicke

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