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Musikvideo der 12G - Musikkurs - "Nichts getan"

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"Nichts getan" - Lied der 12G (Musikkurs)

Diejenigen, die die letzte Monatsfeier besucht haben, werden sicherlich den Beitrag der 12G (Musikkurs) - Film und Lied - in Erinnerung haben. Fiona Norbron hat mir den Text des Liedes hier zur Veröffentlichung gegeben.

Nichts getan

1. Strophe

Die Welt ist Ich-zentriert,
Doch das wissen wir.
Schau in den Spiegel und frag mich,
Wo bleibt das „ICH" in mir?
Wer bin ich und wofür
Bin ich eigentlich hier?
Ich senke den Blick, weil ich mich selber nicht mag
Wie kam es dazu, dass ich das Bild nicht ertrag?
Mich selbst auf mein äußeres „Ich" reduzier‘
Und in den Meinungen der Anderen komplett verlier‘?
Liegt es daran, dass jeder mit Worten verletzt?
Umgeben von Mauern auf andere hetzt
Ihren Schutzwall so hoch und so stabil gebaut
Dass niemand mehr auf den Anderen vertraut?
So dass sie nicht merken, dass ich verletzt bin
Wenn sie scherzend sagen, dass ich fett bin.
Und ich weiß ich bin kein Engel, der alles besser macht
Auch ich hab‘ schon über manchen miesen Witz gelacht…
Kurzum gesagt, mir ist vollkommen klar,
Dass vieles, was ich getan hab, auch nicht richtig war.
Nur geht es mir dadurch dann wirklich besser?
Wenn ich und cooler zu wirken über andere läster?
Böse Blicke und Worte können verletzen,
Doch bitte lernen auch die Komplimente zu schätzen.
Dein Körper ist eine Hülle, nicht das Ultimative:
Ganz egal wie du aussiehst, du verdienst Liebe!
Warte nicht darauf, gerettet zu werden,
Sei du selbst das Wunder für die anderen auf Erden!
Das Leben ist es wert, von dir geliebt zu werden.
Sei du selber und gehe mutig voran,
Das ist wichtig, damit sich etwas ändern kann.
Aber egal, ich werde schweigen und anklagen,
Anstatt Mut zu beweisen und die Wahrheit zu sagen
Und darum geht es so immer weiter und ich lache, wenn ich wieder einmal scheiter,
Daran, dass auszusprechen, was ich sagen will
Und so bleibe ich am Ende mal wieder still
Und ich weiß ich drohe daran zu zerbrechen,
Wenn ich die Stimme ignoriere, die mir sagt, ich soll sprechen.

 Refrain:

Sprich aus, was du denkst,
Um Aufseh’n zu erregen,
Wenn wir alle so handeln
Könn' wir Welten bewegen!
Wann wird uns klar,
Dass niemand uns‘re Meinungen erahnen kann?
Wie Euripides schon sagte:

Mit Schweigen ist im Unglück nichts getan

 2. Strophe

Wir wollen immer mehr, immer besser sein,
Haben aufgegeben, uns von dem Zwang zu befreien.
Lebt nicht jeder nur noch zu seinem eigenen Wohl?
Kapitalismus ist hier das Symbol.
Alle gehen isoliert durch ihr Leben,
Fixiert darauf nach Perfektionismus zu streben –
Nicht darauf, ein glückliches Leben zu leben.
Wir leben nur noch, um reich zu sterben,
Um unseren Kindern möglichst viel Geld zu vererben…
Doch was ist das Erbe, dass wir hinterlassen,
Wenn wir unsere Ressourcen weiter verprassen?
Wir vererben eine zerstörte Natur,
Ein Ozonloch im Ozonloch, viel zu heiße Temperaturen,
Ein verseuchtes Meer, das früher doch mal salzig roch…
Einen Planeten voll Atom- und voll Plastikmüll,
Unsere Konsumgesellschaft fordert viel zu viel!
Und anstatt an die Lösung des Problems zu denken,
Lassen wir die Gedanken in eine andere Richtung schwenken:
Von der Erde weg: Auf dem Mars wollen wir leben!
Denn die Erde hat uns bald nichts mehr zu geben.
Wann werden wir kapieren, dass das enden muss?
Mit dem ewigen Kaufen ist irgendwann Schluss!
Uns ist auch egal, was mit den anderen passiert:
Wer verdurstet, flüchten muss oder erfriert -
Dann werden fürs Gewissen halt paar Spenden gebracht,
Vom Restgeld werden Jeans gekauft: von Kindern gemacht.
„Spare dich reich und kaufe dich glücklich!“
Nur in den Fabriken hat man von Glück nichts.
Wann sind wir so weit, unseren Blick vom Smartphone zu heben,
Mit den anderen im Hier und Jetzt zu leben?
Anstatt voll Eifer nach einem Schuldigen zu rufen,
Gemeinsam nach einer Lösung zu suchen?
Und wieder höre ich die Stimme, die sagt:
„Sprich aus was du denkst, sag laut was dich plagt!“
Da kommt die Idee, ich kann sie kaum fassen,
Auf die Worte doch auch mal Taten folgen zu lassen.
Auch wenn ich Angst habe will ich Teil der Veränderung sein.
„Wo beginnen wir, in dieser kaputten Welt, nach Antworten zu suchen?“
„Nicht mehr alles, was man uns erzählt, einfach als Wahrheit zu verbuchen?“
„Wann fangen wir mal endlich an, zu hinterfragen,
Und unseren Teil der Verantwortung zu tragen?“

 Refrain:

Sprich aus, was du denkst,
Um Aufseh’n zu erregen,
Wenn wir alle so handeln
Könn' wir Welten bewegen!
Wann wird uns klar,
Dass niemand uns‘re Meinungen erahnen kann?
Wie Euripides schon sagte:

Mit Schweigen ist im Unglück nichts getan

 3. Strophe

Unsere Welt ist so bunt und so reich,
Vielfältiger geht’s nicht: Nichts ist hier gleich!
Die reine Luft am Morgen zu atmen,
Unser Tierreich mit 10.000den Arten!
Wie schön, im Meer auf den Wellen zu reiten!
Die hohen Berge, die endlosen Weiten!
Ich will, dass das auch meine Enkel noch kennen…
Dass sie lachend über Blumenwiesen rennen!
Denkt an die kommenden Generationen,
Die diese Erde noch weiter bewohnen.
Wir müssen es endlich Wagen,
Laut unsere Meinung zu sagen!
Denkt an die anderen, das ist die Kunst –
Denn die Geschichte endet nicht mit uns.

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