erweiterter Realschulabschluss

Abschlüsse

Mit den Abschlüssen, die an einer Waldorfschule erworben werden, wird versucht ein Gleichgewicht herzustellen zwischen Wissen und Können, zwischen „Haben und Sein“. Mit den staatlichen Abschlüssen wird schwerpunktmäßig das Wissen abgeprüft. Im Waldorfabschluss muss das Können unter Beweis gestellt werden.

Der Waldorfabschluss

Bei dieser besonderen Form des Abschlusses liegt der Schwerpunkt darauf, die im Laufe der Jahre erworbenen besonderen Fähigkeiten einzusetzen und zu dokumentieren.

Der Waldorfabschluss besteht aus mehreren Teilen:

  • In der Abschlussarbeit kommen individuelle Fähigkeiten und Begabungen zum Tragen.
  • Bei der Organisation und Durchführung der Studienfahrt sind sowohl individuelle, wie auch soziale Kompetenzen gefragt.
  • Im Eurythmieabschluss und im Theaterprojekt kommt es darauf an, eine sehr individuelle künstlerische Einzelleistung in ein Gemeinschaftsprojekt so einzufügen, dass das Ganze mehr als die Summe der Teile ist (Teamfähigkeit).

 Die staatlichen Abschlüsse

Alle staatlichen Abschlüsse sind an der Freien Waldorfschule Göttingen möglich:

  • Hauptschulabschlussab Klasse 10
  • Realschulabschlussin Klasse 11 bzw.12
  • schulischer Teil der Fachhochschulreifein Klasse 13
  • Allgemeine Hochschulreife (Abitur) in Klasse 13

Für jeden staatlichen Abschluss wird auch ein Notenzeugnis ausgestellt, wie es für Bewerbungen meist erforderlich ist.

Vorbereitung auf das Berufsleben 

Schüler, die einen Haupt- oder Realschulabschluss anstreben und damit auf eine praktische Ausbildung zugehen, werden von uns auf das Berufsleben vorbereitet.
Im Fach „Arbeitskunde“ab Klasse 7 bzw. 8 werden die Schüler auf praktische Weise mit verschiedenen Arbeitsbereichen vertraut gemacht.
Hinzu kommen ab Klasse 9 Betriebsbesichtigungen und Praktika, die in Kooperation mit Göttinger Betrieben erfolgen.
Ziele dieses Unterrichts sind:

  • Das Erlernen handwerklicher und technischer Fertigkeiten
  • Berufsorientierung
  • Lehrstellenvermittlung

Zeugnisse

Da eine Auslese im üblichen Sinne nicht stattfindet, hat auch das Notensystem seine Bedeutung verloren. Die Zeugnisse bestehen aus möglichst detaillierten Charakterisierungen, die die Leistung, den Leistungsfortschritt, die Begabungslage, das Bemühen in den einzelnen Fächern durchsichtig machen. Dort, wo Noten gewünscht werden (meist von Schülern oder Eltern der Oberstufe) dienen sie eben nicht der Auslese, sondern der eigenen Orientierung.